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XXS - Alarm
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Aktiv werden gegen den Schlankheitswahn
Aktions-Wettbewerb für Jugendliche von 12 bis 19 Jahren in Regensburg und Umgebung
Hintergrund Das Frauengesundheitszentrum beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema Ess-Störungen. Zu den Angeboten gehören Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige, Vorträge, Kurse und Beratung zu diesem Themengebiet. Ess-Störungen sind multifaktoriell bedingte Erkrankungen, bei denen neben familiären Ursachen das allgegenwärtige extreme Schlankheitsideal eine große Rolle spielt. In der Beratungs- und Präventionsarbeit wird deutlich, wie wichtig die Reduzierung der gesellschaftlich, kulturell und wirtschaftlich bedingten Einflussfaktoren bei Ess-Störungen ist.
Ziel Jugendliche sollen bewusst wahrnehmen lernen, wo und wie in ihrer unmittelbaren Umgebung übertriebene Schlankheitsideale propagiert und wirtschaftlich ausgenützt werden. Das kann u.a. die Darstellung extrem schlanker Frauen und untergewichtiger Models in der lokalen Presse und der Werbung ortsansässiger Unternehmen sein. Aber es geht auch um das Anpreisen überteuerter, sinnloser und z.T. gesundheitsgefährdender Abnehmprogramme, Diätprodukte und medikamentöser Abnehmhilfen. Sie sollen Ideen entwickeln, wie sie konkret an diesen Orten bzw. den jeweiligen Anbietern gegenüber aktiv werden können und entsprechende Aktionen durchführen. Bei den Aktionen soll die Öffentlichkeit mit einbezogen werden bzw. soll die Dokumentation der Aktionen eine möglichst breite Öffentlichkeitswirksamkeit erreichen.
Aktualität Die Brisanz des Themas Essstörungen wird beispielsweise durch die KIGGS Studie des Robert Koch Instituts unterstrichen, die aufzeigt, dass 15,2 % aller Jungen und 28,9 % aller Mädchen zwischen 11 und 17 Jahren Symptome von gestörtem Essverhalten aufweisen. Auch die Bundesregierung hat das erschreckende Ausmaß der Verbreitung von krankhaften Essstörungen erkannt und 2007 die Kampagne „Leben hat Gewicht – gemeinsam gegen den Schlankheitswahn“ ins Leben gerufen.
Innovativer Ansatz Bisherige Projekte zur Prävention von Essstörungen beschäftigten sich v.a. mit der persönlichen Auseinandersetzung mit psychologischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Es ging dabei oft um Wissensvermittlung über Risikofaktoren und um die Stärkung des Selbstwertgefühls und der emotionalen/ sozialen Kompetenz. Das hier beschriebene Projekt geht weg von dem Ansatz am Individuum und zielt auf die Ermutigung zur Veränderung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren ab.
Kurzbeschreibung Es wird ein ausführlicher Flyer erstellt und an Schulen und JugendgruppenleiterInnen verschickt. Beispiele für XXS-Alarm Aktionen: Leserbriefe, Interviews mit Passanten, interaktive Aktionen in der Öffentlichkeit, Sketche, Reportagen, selbst organisierte Podiumsdiskussionen. Die Jugendlichen sollen Aktionen vorbereiten und durchführen und bis 30. Juli 2008 eine ausführliche Dokumentation darüber im Frauengesundheitszentrum einreichen (schriftliche Berichte, Fotos, Video, Tonträgermitschnitte). Eine Jury aus PädagogInnen und JournalistInnen wird die Aktionen nach Kreativität, Originalität und Effektivität bewerten.
Flyer zum Download [2.251 KB]
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